Ohne Aufpreis: Klimaschutz mit Erdgas

Tanja Requardt

Laut einer neuen Studie spielt Erdgas bei der CO2-Reduktion durch energetische Sanierung bei Mehrfamilienhäusern eine zentrale Rolle.

Die Energiewende wird ohne zukunftsfähigen Wärmemarkt nicht gelingen. Die Bundesregierung peilt in ihrem Energiekonzept ehrgeizige CO2- und Energieeinsparziele für den Gebäudebestand an. Die Brancheninitiative Zukunft Erdgas unterstützt mit der Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt: Wie können sich private Hauseigentümer die Energiewende leisten?“ die Politik bei der Erarbeitung einer entsprechenden Strategie. Jetzt ist der zweite Teil mit dem Titel: „Sanierungsfahrpläne für Mehrfamilienhäuser“ erscheinen. Damit wird das Bild des deutschen Wohngebäudebestands vervollständigt, und es können realistische Aussagen dazu getroffen werden, was eine sozialverträgliche Modernisierung für die Energiewende leisten kann. Das ermittelte Potenzial ist beachtlich: Um 64 Prozent können die CO2-Emissionen im Mehrfamilienhausbestand bis 2050 sinken – ohne dass Mieter mehr bezahlen, ohne dass Vermieter unwirtschaftlich handeln müssen und ohne Fördergelder vom Staat.

Notwendig ist jedoch ein verlässlicher politischer Rahmen, Offenheit für gebäudeindividuelle Lösungen und ein starkes Augenmerk auf das Heizen. Denn hier liegt das größte Potenzial: 60 Prozent der CO2-Reduktion im Gebäudesektor werden durch Maßnahmen bei der Wärmeerzeugung erreicht. Die am häufigsten gewählte Maßnahme ist effizientes Heizen mit Erdgas. Die Studie belegt: Mit einer wachsenden Rolle von Erdgas können mehr Klimaschutz und Energieeffizienz im Gebäudesektor erreicht werden.

Info: www.zukunft-erdgas.info

Energetische Sanierung: Um 64 Prozent können die CO2-Emissionen im Mehrfamilienhausbestand bis 2050 sinken.

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